Archiv des Autors: Benjamin Stocker

Neuer Weltwoche Adventskalender mit Gottfried Locher

Weltwoche Adventskalender 2021

Vor einem Jahr überraschte die Weltwoche seine Leser mit einem ganz besonderen Adventskalender. Er war ganz klassisch gehalten, mit einer winterlichen Szene in einer Stadt und mit 24 Fensterchen, von denen jedes nummeriert ist. Wird ein Fenster geöffnet, erscheint dahinter aber nicht nur ein Bild, das schön aufleuchtet, wenn eine Kerze hinter den Kalender gestellt wird. Es enthält auch einen QR Code, der mit den Smartphone gescannt werden kann. Dies führt jeden Tag zu einer Videobetrachtung mit dem Theologen Gottfried Locher. Jeden Tag stellt er seinem Zuschauern ein Bild vor und verbindet dieses mit einer Weisheit aus der Bibel. Die Bibel sein eine Schatzkammer menschlicher Erfahrungen und Erkenntnisse, sagt Locher. Er betont aber auch, dass seine Betrachtungen nicht missionarisch seien. Auch wer nicht gläubig sei, könne sich von biblischen Weisheiten inspirieren lassen.

Der Kalender erfreute sich sehr grosser Beleibtheit und konnten auch von Nicht-Abonnenten bestellt werden. Mehrere Tausend Exemplare wurden innert kurzer Zeit versandt. Dieser Erfolg hat die Weltwoche bewogen, auch dieses Jahr wieder einen Adventskalender zu gestalten. Dieser ist bereits jetzt unter folgender Adresse abrufbar: advent22.weltwoche.ch. Und wieder ist es Gottfried Locher, der seine Zuschauer jeden Tag im Advent mit einer biblischen Betrachtung erfreut. Weltwoche Leser haben den Kalender für das Jahr 2022 bereits mit der Ausgabe vom 24. November erhalten. Wer weitere Exemplabe haben möchte, kann diese hier bestellen.

Adventskalender 2021 immer noch online
Wer sich den Adventskalender des letzten Jahres noch einmal ansehen möchte, kann dies weiterhin tun, die Videos sind unter folgender Adresse abrufbar: Weltwoche-Adventskalender 2021 – 24 ewige Weisheiten, präsentiert von Gottfried Locher.

Der Computer mit der abwaschbaren Tastatur

Nach heutigem Ermessen sieht er überhaupt nicht wie ein Computer aus, eher wie ein einfaches Beschriftungsgerät oder wie ein Taschenrechner, dem aber die Anzeige irgendwie abhanden gekommen ist! Die 40 Tasten fühlen sich überhaupt nicht an wie Tasten, sie sind ziemlich klein geraten, lassen sich nicht drücken und es gibt auch kein Knackgeräusch, so wie bei einigen älteren Smartphones, dem Nokia 1100 zum Beispiel. immerhin: Sie können mit einem Wasschlappen abgerieben werden, wenn sie verschmutzt sind. Was wir hier vor uns haben, ist der Sinclair ZX81, einer der ältesten Homecomputer. Die Bezeichnung ZX81 wurde gewählt, weil das Gerät 1981 auf den Markt kam, am 5. März um genau zu sein. Innerhalb weniger Monate wurde der kleine schwarze Kasten aus England zum Renner, rund 1.5 Millionen Exemplare wurden in den folgenden Jahren verkauft!

Sinclair ZX81
Sinclair ZX81

Warum? Weil er billig war! In England wurde der ZX81 für rund 70 Pfund verkauft. Andere Homecomputer wie etwa der Commpdore VC-20 kosteten ein vielfaches davon. Der ZX81 war der erste Homecomputer für dich und mich, jeder konnte ihn sich leisten. Spontan kaufen, am heimischen Fernseher anschliessen und loslegen. Denn, Zubehör brauchte der ZX81 keines.

Kein Zubehör? Moment, schauen wir erstmals auf die Leistungsmerkmale. Das kleine unscheinbare Gerät war äusserst spartanisch ausgerüstet, einen Ein/Aus Schalter gab es nicht, Ton konnte keiner erzeugt werden. Farben? Kein Thema! Die Eingabe eines Programmes war wegen der wenig ergonomischen Tastatur ein echtes Abenteuer. Verbaut waren nur 100 Byte Arbeitsspeicher, wobei davon je nach Bildschirminhalt bis zu zwei Drittel abgezogen werden mussten. Also nicht Gigabyte oder Kilobyte – Byte! Was aber konnte man damit machen? Kleine Programme schreiben, wie dieses folgende zum Beispiel, das auf 10 zählt:

Das Programm im ZX 81 Emulator

Wenn Sie jetzt gerade eine ZX18 vor sich haben, hier folgen einige Tipps, wie Sie das Programm ohne Hammer und Nagel in den „Kasten“ bringen: Der Cursor, der immer am unteren Bildschirmrand steht, zeigt mit einem freundlichen „K“ an, dass er jetzt ein Keyword von Ihnen erwartet, einen Programmbefehl also. Drücken Sie vorsichtig die Taste „F“, um den Befehl „FOR“ einzugeben. Apropos, damals wurde immer wieder betont, dass pro Befehl nur ein Byte Speicher benötigt wird. Bei 100 Byte ist das ein echtes Verkaufsargument! Anschliessend geben den Rest der Zeile ein und drücken „New Line“, um die nächste Programmzeile zu erfassen. Wie? Es geht nicht? Dann haben Sie etwas falsch gemacht, verwenden Sie in diesem Fall die „Rubout“ Taste, um den Fehler zu korrigieren.

Ist das Programm fertig, kann es mir „Run“ gestartet werden, es folgt dann die nächste Überraschung: Um 10 einfache Zahlen am Bildschirm auszugeben, benötigt der ZX81 mit seinem Zilog Z80 Prozessor geschlagene fünf Sekunden! Was leistet ein moderner PC oder eine Smartphone heute in fünf Sekunden?

Die Benutzer von damals störte das nicht; die Faszination, eigene Programme schreiben zu können, machten diese Mängel vergessen. Findige Programmierer holten aus dem kleinen ZX 81 bald alles heraus, was mit 100 Byte irgendwie möglich war! Der ZX81 stand am Beginn der Homecomputer Ära. Einer Zeit, als Computer erschwinglich wurden und zum tüfteln einluden. Da war nicht einfach alles fix und fertig und bereit, so wie heute. Wer einen Text schreiben und drucken wollte, musste zuerst eine Textverarbeitung programmieren, weil diese entweder nicht existierten oder teuer waren. Homecomputer wurden nicht einfach genutzt, sie wurden programmiert, aufgeschraubt und mit dem Lötkolben modifiziert. Sie wurden mit Kippschaltern erweitert und an alle möglichen und unmöglichen Geräte angeschlossen. Und sie schafften es bis in die Chefetagen von Grosskonzernen. Wenigstens vorübergehend.

Und, was weniger bekannt ist, sie sind bis heute im Einsatz. Vor kurzem wurde in einer polnischen Autowerkstatt ein Commodore 64 entdeckt, der dort seit bald 40 Jahren klaglos seinen Dienst verrichtet.

Geburt eines Alpaka

Rund elf Monate dauert es, bis eine Alpaka Stute ihr Junges zur Welt bringt. Fast ein ganzes Jahr also. Das gute daran: Wir können uns solange auf das Ereignis freuen! Auf dem Schmalenhof wurden in diesem Frühling und Sommer die ersten Alpaka Crias (Fohlen) geboren: Jelly, Bianca und das Jüngste, Finnja.

Enya und Finnja, kurz nach der Geburt.

Woran können wir erkennen, dass eine Geburt bevorsteht? Die Stute ist unruhig und entfernt sich immer wieder von der Herde, sie geht alleine zum Kotplatz und wälzt sich am Boden. In der Mitte unserer Weide befindet sich am höchsten Punkt ein kleines Wäldchen; zum Gebären ziehen sich die Muttertiere gerne hierhert zurück. Das hat auch Enya getan, als es soweit war. Zwischen den Bäumen war es an diesem klaren Sommertag angenehm kühl und schattig. Hier kam dann Finnja zur Welt.

Alpaka gebären meistens um die Mittagszeit oder am Vormittag. Unmittelbar nach der Geburt kommen die andere Kameliden herbei und begrüssen das Neugeborene, das nur 10-20 Minuten am Boden liegenbleibt. Dann setzt es sich auf um wenige Momente später die ersten unsicheren Schritte zu tun. Innerhalb einer Stunde ist es schon in der Lage der Herde zu folgen.

Von den Tieren lernen

Es ist ein idyllisches Bild: Fernab von menschlischer Betriebsamkeit grast eine Schafherde auf einer Alpweide; es ist still, nichts scheint die Ruhe an diesem schönen Ort zu stören. Die Schafe bilden eine grosse Gruppe, keines entfernt sich zu weit weg von der Herde, die Wollträger sind mit Grasen und Wiederkäufen beschäftigt. Doch plötzlich schrecken die Tiere auf, blicken unruhig zu einer nahe gelegenen Strasse und rennen dann alle zusammen fort, um sich an einem andere Ort auf der Weide wieder zu sammeln. Der Grund war ein Hund, der zusammen mit einer Wandergruppe an der Weide vorbeikam und die Schafe anbellte.

Schafe grasen friedlich auf einer Weide

Wenn Tiere gejagt werden oder selbst jagen, kommt es zu Stress. Schliesslich geht es um nichts weniger als Sein oder Nichtsein! Ansonsten aber ist das Leben der Tiere weitgehend frei von Hatz und Unrast, sie leben im Rythmus der Natur, ihr Gang ist ruhig und harmonisch. Tiere kennen kein von Terminen bestimmtes Leben, sie leben den Augenblick, sie legen sich in die Sonne, dösen, stehen wieder auf, sammeln sich in der Dämmerung beim Schlafplatz und werden mit dem ersten Licht des Tages wieder aktiv. Sie leben im harmonischen Takt der Natur. Wie ganz anders ist das Bild, das wir in einer Stadt beobachten können, wo es nie genügend Zeit zu geben scheint! Es tut gut, den Tieren einen Moment zuzusehen; sie lehren uns einen anderen Blick auf die Zeit. Dies lässt sich beispielsweise auch bei einem Lama- oder Alpakaspaziergang beobachten: Während der Mensch in Gedanken schon am Ziel ist, lebt der Paarhufer in seiner eigenen Zeit, er hat es nicht eilig und wenn er am Strassenrand etwas Grünes entdeckt, das schmackhaft aussieht, dann nimmt er sich genügend Zeit für eine Fresspause.

Statt mit einer Game Console spiele ich viel lieber mit den Katzen. Sie können einem Spielzeug oder einem „Gudeli“ hinterherrennen, als ob es das wichtigste der Welt wäre! Sie leben ihre Jagdtrieb spielerisch aus, beobachten scharf und verfolgen ein rollendes Wollknäuel mit derselben Energie und Entschlossenheit, mit der sie auch Mäuse jagen! Warum finden wir das dann lustig? Ganz einfach: Tiere verstellen sich nicht, sie leben ihre Triebe, sie machen niemandem etwas vor. Tiere sind authentisch, aufrecht und ehrlich! Auf diesem Gebiet sind sie auch für uns Menschen unbestechliche Lehrmeister.

Es ist noch nicht solange her, da konnte ich beobachten, wie zwei Ziegen aus ihrem Gehege ausbüchsten. In Blickweite des Geheges gab es nämlich einen Garten, in dem Salate, Lauch, Rüebli und andere Delikatessen wuchsen. Die beiden Saanen Geissen bedienten sich sofort und als der Besitzer kam, liessen sich sich zwar vertreiben, aber nicht einfangen; sie sprangen einfach zum nächsten Garten… Mehrere besorgte Hobbygärtner liefen herbei und versuchten, die Tiere zu bändigen. Die wendigen Hornträger hatten daran offenbar ihren Spass, denn sie konnten die Fangbemühungen immer wieder vereiteln. Tiere haben haben eben andere Prioritäten als Menschen. Natürlich ist es für den Gärtner nicht schön, wenn der Salat gefressen ist! Aber von der Ziege kann eines gelernt werden: Wenn sich eine Gelegenheit bietet, dann warte nicht. Greif zu!

Noch im 19. Jahrhundert war die Meinung, dass Tiere keine Gefühle haben, weit verbreitet. Aber schon damals hätte jeder Hundehalter gerne bestätigt, dass dies nicht stimmen kann. Sie wissen, dass Hunde, wie auch andere Haustiere, die Gefühle und Emotionen anderer Lebenwesen spiegeln; sie zeigen Empathie, sind traurig, wenn wir es sind und freuen sich mit uns. Ausgeprägt zeigt sich dies auch bei Katzen, die die Gefühlslage eines vertrauten Menschen sofort erkennen und darauf reagieren. Im Buch „Meine Katze versteht mich“ schreibt Andrea Kurschus über die Spiegelneuronen; und darüber, wie sie Lebenwesen verbinden. Auch Beispiele gibt es zahlreiche: Etwa die Geschichte von Kater Leo, der sich rührend um ein junges, ausgesetztes Kätzchen kümmerte. Er sorgte für den jungen Kater „Streicher“, lernte ihn das Jagen und war immer bei ihm! Als Streicher auf eine tragische Weise ums Leben kam, suchte Leo ihn verzweifelt während vieler Wochen! Tier fühlen, empfinden, sie kennen Leid und Freud, das sollte im Umgang mit ihnen nie vergessen werden. Was wir von den Tieren hier lernen können: Gefühle verbergen kann manchmal hilfreich sein, oft schadet es aber!

Schmalenhof ist online

www.schmalenhof.ch

Auf dem Schmalenhof leben Alpakas, Schafe, Hühner, Enten, Gänse und einige weitere Tiere. Nun präsentiert sich der Hof auch im Internet mit einer eigenen Webseite. Im Zentrum stehen natürlich die Alpakas, die freundlichen Neuweltkameliden aus Südamerika. Die Seite enthält aber auch Infos über den Hof, der vor 100 Jahren gebaut wurde.

Der Name „Schmalenhof“ leitet sich natürlich ab aus dem Namen der Strasse, an der der Hof steht: Schmalenweg. Spasseshalber ist manchmal auch von der „Tiny Road Ranch“ die Rede…

Neues Buch von Konrad Blaser: Kraftvolle Worte

Konrad Blaser: Kraftvolle Worte

„Die Worte, die wir über uns und unser Umfeld aussprechen, definieren schliesslich die Richtung, die wir in unserem Leben einschlagen“. Dies schreibt Konrad Blaser in seinem neuen Buch „Kraftvolle Worte“. Das Werk erinnert an klassiche Motivationsbücher, geht aber darüber hinaus, da es auf Gott und Bibel aufbaut: Gott liebt jeden Menschen und hat für ihn einen einzigartigen Plan, den er mit uns verwirklichen möchte. Wie ab er können wir diesen Plan entdecken? Konrad Blaser antwortet: „Die Träume, die du mit dir herumträgst, manchmal noch tief in dir verborgen, sind nicht einfach zufällig da.“ Er rät deshalb, Träume nicht aufzugeben; sie stattdessen zu träumen, zu leben, mit andern darüber zu reden und sie im Gespräch mit Gott dankbar zu erwähnen!

Wenn das Smartphone zum Wanderführer wird

Themenwege gibt es im oberen Emmental ja schon einige: Den Leuenbergerweg, den Täuferpfad, den Sagenweg oder die Käseroute. Sie alle haben eines gemeinsam: Der Wanderer geht mithilfe einer Wanderkarte dem Weg entlang, unterwegs erreicht er dann Wegmarken, bei denen auf Tafeln oder auf einem mitgeführten „Booklet“ weitere Informationen zum Standort zu finden sind. Und das macht Spass! Themenwege erfreuen sich sich seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit. Beim Leuenbergerpfad etwa gelangt man zu Denkmal in Rüderswil, zum Wohnhaus des Bauenführers und zu seinem Versteck, das ein wirklich himmeltrauriger Zeitgenosse verraten hat!

Ein 3D Modell der historischen Zollbrücke am Original Standort

Seit einigen Tagen existiert im Emmental ein weiterer Themenweg, der voll und ganz auf das Smartphone setzt: Der Freizeitpfad Emme. Der Pfad führt vom Bahnhof Zollbrück durch das Schachenland von Rüderswil, dann in das Dorf selbst und hinauf zum höchsten Punkt der Wanderung, zur Burgruine Wartenstein. Darauf geht es weiter zur Kirche von Lauperswil, hinab zur Emme und zurück zum Bahnhof Zollbrück. An insgesamt 18 Posten kann sich der Wanderer über Natur, Geschichte, Kultur und Gewerbe informieren.

Dies geschieht mit einer App, die zu 100% im Webbrowser läuft, es braucht also keine vorgängige Installation und die App ist kostenlos. Auf einer digitalen Karte wird mithilfe des GPS Empfängers der aktuelle Standort angezeigt; wird eine Wegmarke erreicht, muss nur noch auf die Ziffer auf der Karte getippt werden. Nun kann ein Video abgespielt werden, das über den aktuellen Standort informiert. Beim Leuenberger Denkmal etwa erfährt der Besucher einiges über den Bauernführer Niklaus Leuenberger und den Bauernaufstand von 1653. Bei einigen Posten gibt es auch 3D Modelle historischer Bauten zu sehen. Mit der Handy Kamera können diese Modelle direkt in eine Landschaft auf dem Weg projiziert werden! Das Photo oben zeigt die alte Zollbrücke an ihrem Original-Standort.

Ankunft beim Leuenberger Denkmal

Der Rundgang ist gut sieben Kilometer lang. Initiator des Freizeitpfades ist Jonas Glanzmann, der Verfasser des Buches „Emmental – Eine Landschaft erzählt Geschichte„. Von ihm stammt auch der bekannte Wanderführer „Das obere Emmental – Wanderung zu Geschichte und Kultur„. 2016 entdeckte Glanzmann in Rüderswil eine vergessene Burgstelle im Rüderswilfeld.

Der Philosoph in der Katze

Während ich im Home-Office arbeite, sitzt unser zehn Jahre alter Kater neben dem Arbeitstisch auf einem Teppich. Sitzen? Nein, meistens liegt er! Dann und wann legt er sich auf die andere Seite, erwacht, streckt sich und kontrolliert, ob sich etwas verändert hat. Dann legt er sich wieder wohlig hin und döst weiter.

Kater Köbi
Kater Köbi

Einmal, da wälzte er sich mehrmals hin und her und lag dann plötzlich neben seinem Teppich auf dem kalten und etwas weniger weichen Plattenboden. Natürlich bemerkte er dies rasch, blickte nach links und rechts um zu sehen, wo der Teppich ist – und dann zu mir! Gerade so, als ob er kontrollieren wollte, ob ich seinen kleinen Lapsus bemerkt habe. Katzen sind schliesslich stolze Tiere! Dann aber legte er sich bereits wieder hin, blickte eine Weile durch das Fenster und schlief wieder ein.

Unsere grauweisse Fellnase blieb also gelassen. Es ist allgemein schwierig, ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wenn Ärger droht, zum Beispiel in Form eines bellenden Hundes, zieht Köbi sich zurück und wartet geduldig, bis sich die Situation geklärt hat. Streitereien geht er strikt aus dem Weg! Ebenso findet er Lärm und hastiges Bewegen uncool! Es mag etwas weit her geholt sein, aber manchmal erinnert mich das Verhalten der Katzen an eine wichtige Regel der alten griechischen Philosophen: Wahre das Gleichmass der Seele! Überschäumende Leidenschaften, Wut und Stress mochten die antiken Denker nicht. Die zufrieden dösende Katze auf dem Teppich kann an diese wichtige Lebensregel erinnern.

Da wir schon bei den griechischen Philosophen sind, lassen Sie uns eine zentrale Aussage von Epikur etwas genauer anschauen: «Die Stimme des Fleisches spricht: Nicht hungern, nicht dürsten, nicht frieren. Wem das zuteil wird und wer darauf hoffen kann, der könnte sogar mit Zeus an Glückseligkeit wetteifern.» Dieser Lehrsatz mag im ersten Moment etwas oberflächlich wirken. Dennoch lohnt es sich, darüber nachzudenken, Epikur fügt ja später noch an, dass wir auch frei von Angst sein müssen.

Sind Katzen Epikureer? Man könnte es meinen, wenn man ihren Tagesablauf genau beobachtet. Unser Kater ist in der warmen Sommerzeit meist draussen; am morgen dann klopft (!) er ans Fenster und begehrt seine Ration Futter. Darauf begibt er sich gemächlich zum Wasserbecken, das natürlich einige Meter vom Futternapf entfernt steht – Katzenfreunde wissen warum. Hinterher setzt er sich meist auf die Laube und beobachtet zum Zeitvertreib das Treiben der Spatzen im Baum vor dem Haus. Da er nicht gerne friert, bleibt er im Winter die meiste Zeit im Wohnzimmer. Immer aber wirkt er zufrieden, sobald seine Grundbedürfnisse befriedigt sind.

Moment, Epikur erwähnt noch etwas, das für ein glückliches Leben wichtig ist: Die Freundschaft! Aber auch an diesen Lehrsatz halten sich Katzen, auch wenn viele die kleinen Jäger für Einzelgänger halten. Katzen jagen alleine, aber sie sind – wie alle anderen Tiere auch – soziale Wesen. Wers nicht glaubt, beobachte mit der nötigen Geduld, was am Abend in einem Quartier passiert, in dem es viele Katzen hat: Sie treffen sich und sitzen – mit gebührendem Abstand – kreisförmig beieinander. Was das Ritual genau zu bedeuten hat, wissen wir nicht. Vielleicht gibt es den Tieren für eine kurze Zeit ein Gefühl der Gemeinschaft. Und dann, ganz plötzlich, löst die Runde sich wieder auf und jede Katze verschwindet irgendwo in der Dunkelheit der Nacht…

19 Jahre @SolNet

Haben Sie die Geschichte von den FAX Maschinen während der Pandemie gehört? Nein? Hier eine kurze Zusammenfassung. Zum Melden von Fallzahlen und Statistiken wurden im Umfeld des BAG immer noch Faxe verwendet. Und dabei passieren natürlich Fehler, weil sich die Qualität der auf Papier gedruckten Zahlenreihen teils massiv verschlechtert. Und dann macht die OCR Software aus einer «9» eine «0», aus einer «1» eine «7», usw.

Zum Übermitteln von Daten sind Faxe also passé! Sie waren dazu nie wirklich geeignet. Dasselbe gilt für die immer noch omnipräsenten Bestellformulare, die ausgedruckt, von Hand ausgefüllt und dann per Post versandt werden müssen. Der Prozess ist uncool, wie man heute sagen würde. Und es passieren bei der Übertragung Fehler, analog (!) zum Fax. Denn der Empfänger muss alle Angaben auf dem Formular entweder manuell eintippen oder sie scannen. Auch bei SolNet wurden die meisten Produkte in den vergangen Jahren nach diesem Schema bestellt: PDF drucken, ausfüllen und dann senden oder, eben, faxen! Damit ist nun Schluss.

Für nahezu alle SolNet Produkte, allen voran SolNet HOME, gibt es seit rund einem Jahr sogenannte Bestellassistenten. Nun wird der Besucher der Webseite Schritt für Schritt durch den Bestellprozess geführt. Dies hat viele Vorteile:

  • Der Bestellvorgang wird in mehrere, logisch zusammengehörende Schritte aufgeteilt. Dies macht das Bestellen einfacher, weil übersichtlicher.
  • Anhand der Adressangaben kann sofort entschieden werden, welche Optionen passend sind. Wer zum Beispiel eine Adresse angibt, an der nur ein ADSL Anschluss möglich ist, bekommt keine Optionen für eine Glasfaser-Anbindung angeboten.
  • Die Daten werden sofort geprüft, der Besteller erhält ggf. Hilfestellung. Wenn die Daten bei SolNet ankommen, sind sie bereits validiert.
  • Am Schluss des Bestellvorganges erhält der potentielle Kunde eine Zusammenfassung aller Bestelloptionen, inklusive der Preise. Er sieht also genau, was er bekommt, wenn er den Bestellvorgang abschliesst.
  • Unterschrieben werden kann entweder auf Papier, direkt am Bildschirm oder auf dem Handy. Alternativ lässt sich die Bestätigung per SMS Verifizierung abschliessen. Selbstverständlich wird in jedem Fall per Mail ein Vertrag zum Ausdrucken zugestellt.
  • Da alle Daten einer Bestellung in einer Datenbank abgespeichert werden, kann der nachfolgende Bestellprozess optimiert werden. Der Kunde kommt schneller zu seinem bestellten Produkt!

So sieht eine Zusammenfassung im Bestellassistenten für SolNet HOME aus:

Zwei Jahre im Home Office
Die beiden vergangenen Jahre werden in Erinnerung bleiben, es ist die Zeit im Home Office, mit allen Vor- und Nachteilen, die dies mit sich bringt. Für mich ist die Zeit im Heimbüro eine grosse Erleichterung, da ich zuvor fast drei Stunden pro Tage pendeln musste und nicht selten wenig entspannt am Arbeitsplatz ankam. Home Office bedeutet mehr Zeit für die Arbeit, weniger Ablenkung und mehr Flexibilität bei der Freizeitgestaltung während eines Arbeitstages. Es erfordert aber Disziplin und Ehrlichkeit!

Der ewige PC
Zu Beginn der achtziger Jahre waren PCs eher grosse Blechkästen mit viel Innenraum, mit einem gut hörbaren Lüfter und mit einem auswechselbaren Motherboard. Und: sie waren wenig dekorativ, also stellte man sie neben dem Arbeitsplatz auf den Boden. Heute, nach rund 40 Jahren hat sich diesbezüglich nicht viel verändert. PCs werden immer noch im sogenannten «Tower»-Format verkauft, die Elektronik muss gekühlt werden, nur in bezug auf die eingebauten Laufwerke gab es eine Veränderung: Die fehleranfällige Festplatte wurde durch einen viel schnelleren SSD Soeicher ersetzt. ersetzt. Weiterhin stehen die meisten PCs am Boden, der Lüfter zieht Staub an und wird mit den Jahren immer lauter!

Die Tower-Bauform ist natürlich der Flexibilität geschuldet, die an PCs gestellt wird. Die Anforderungen sind sehr unterschiedlich, die modulare Bauform ermöglicht das Austauschen und Erweitern der Komponenten. Dennoch frage ich mich: Wann endlich kommen PCs, die klein, praktisch und lüfterlos sind, so dass man sie auch gerne auf den Tisch neben den Bildschirm stellt?

WordPress 5.9 mit Full Site Editor

Über eine neue Version von WordPress habe ich auf meinem Blog noch nie einen Beitrag geschrieben. Aber die neue Version 5.9 verdient es absolut, erwähnt zu werden, weil sie einen wichtigen Meilenstein setzt; vielleicht sogar den wichtigsten in der 20 Jahre währenden Geschichte dieses populären CMS. WordPress 5.9 ist die erste Version mit einem Full Site Editor, kurz FSE. Was bedeutet das?

Bisher konnten wichtige Bereiche einer Webseite nur eingeschränkt verändert werden, zum Beispiel den Header, den Fussbereich oder eine Seitenleiste. Natürlich gab es Themes wie zum Beispiel Astra, die dem Gestalter viele Möglichkeiten boten, das gesamte Layout der Seite zu verändern, dennoch blieb die grundlegende Struktur festgeschrieben. Wem das nicht gefiel, der musste manuell die CSS und HTML Dateien des Themes anpassen.

Mit dem Full Site Editor ändert sich dies grundlegend: Alle Bereiche einer Seite bestehen aus Blocks und Vorlagen, die beliebig verändert werden können. Blocks sind Seitenelemente (Text, Bild, Liste, etc.) die formatiert und zu Vorlagen zusammengefasst werden können. Und jedes Theme enthält vordefinierte Vorlagen, die den Aufbau einer neuen Seite deutlich vereinfachen.

Das WordPress Bistro bietet Ihnen schon jetzt ein Tutorial für den neuen Full Site Editor: Die eigene Webseite in 90 Minuten. Alle Informationen über die neue Version finden Sie auf dem offiziellen Blog von WordPress.