E Ferietag

Wenn me Ferie am Meer macht, mit Strand, Sunne u was süsch no alles derzue ghört, de darf da o e Bötlifahrt nid fähle. Das versteit sich ja ganz vo elei. U so isch es cho, dass mir i de Ferie i der schöne Ogliastra in Sardinie o probiert hei, es Boot z’miete. Am Hafe bi Arbatax si mir de trotz dr späte Jahreszyt tatsächlich no fündig worde. Die massive Schluchboot hei Platz gha für vier bis sächs Persone, hei über-n-e rächt eifachi Bedienig verfüegt und der Ussebordmotor – wichtig für d’Giele – het das Gfährt mit bis zu 30 Knote über ds Wasser chönne füehre. U wo darf me de überall häre mit däm Böötli, hei mir bim erkundige e chli verunsicheret gfragt. He ja, mir si ja Landratte u verstah vo all däm chum meh als e Matros vom Bärgstyge…

Der Vermieter het sich aber alli Müei gäh, zum üsi Bedänke zerstreue. Das Böötli fahrt fasch vo elei u böötle dörfe mir wo immer es üs gluschtet. Am beschte natürlich entlang der Küschte, der git es mänge schöne Sandstrand z’entdecke! Obwohl dä Vermieter uf üs nid grad e bsunders seriöse Idruck gmacht het, hei mir üs la überzüge und üs entschlosse e Tag lang z’böötle. Scho zwe Tag speter isch es los gange u mir si usgrüschtet mit Badtüecher, Proviant und vil Vorfröid am Hafe parat gstande, zum das Schluchboot in Empfang z’näh. No es paar churzi Instruktione vom Vermieter und denn si mir uf u los!

Reto u Jonas

…Guet, a eis hei mir bim plane villecht nid dänkt: nämlich dass so es Boot währschafti Gümp u Sprüng macht, wenn es mit Vollgas (!) über die sardische Meerwälle stübt. Derzue hei Jonas u Reto vom erschte Momänte a e kener Zwyfel la ufcho, wie de gfahre wird: immer mit Vollgas vorus! Erika und i hei üs a däm Schluchboot probiert z’häbe so guet es halt gange isch u hei derbi liisligi Zwyfel übercho, ob das mit dem Bötlimiete e gueti Idee gsi isch. Gli si mir de aber zum erschte interessante Platz cho, e steili Felsegruppe zmitz im Meer, und hei d’Fahrt verlangsamt. Während d’Giele druf i ds Wasser gumpet si zum d’Küste z’rekognosziere, hei mir d’Bei gstreckt und die sardischi Sunne gnosse.

Wunderbar isch es gsi, am töif blaue Himmel isch e mildi Herbschtsunne gstande und het die wunderschöni Küschte i hällem Liecht la erstrahle. D Farb vom Meer het zwüsche grüen, blau u hällem zyan abgwächslet und uf de weniger ruuche Wälle vor em Strand het sich ds Boot hin u här gwiegt. Mir hei der Anker acheglah, so dass mir nid dervo tribe si u hei üs la wohl sy. Sünnele, es schöne Buech läse, sich uf em Boot la schläfrig schoukle; ja, das si Ferie.

Scho gli druf isch es de aber wyter gange: Reto U Jonas si wider i ds Böötli gstige, mir hei der Anker igholt, der Motor gstartet u si wider druflos. Mänge spannende Platz hei mir bim verbi fahre entdeckt. Gheimnisvolli Höhline wo us em Wasser gragt hei, Grotte u Schluchte, aber o prächtigi Sandstränd wo i der Sunne glüchtet und zum Verwyle iglade hei. Mir si rätig worde, bi eim vo dene Stränd e «Marschhalt» zmache und hei üs für d Cala Luna entschide. E länge Strand vor de Felse, mit fiinem, wissem Sand und Höhline zum entdecke. Süferli si mir a Strand gruederet u hei probiert, ds Boot feschtzmache. Aber wie fürnäh, dass es de o hebt u a Ort u Stell blibt? Wäg de Wälle het das Boot nid welle still ha u het immer wider uf u dervo welle; o der Anker het sich nid als passends Mittel erwise u mir hei alli e chli rat- u hilflos das Boot ghebt un überleit, wie das jetz söll wytergah. D’Giele hei de e Idee gha: öppe 30 Meter vom Strand ewägg fahre, ankere und zrügg schwümme. Üs het dä Plan zerscht nid rächt welle gfalle. Was isch de, wenn das Boot dervo tribt – trotz Anker? Aba, hei Reto u Jonas entgägnet. E Anker isch schliesslich e Anker und wird das Boot de scho hebe. Also hei mir’s so gmacht. D’Pursch hei ds Boot vor em Strand gankeret, si zrügg gschwumme u hei scho im nächschte Momänt die Höhline welle gschoue. Erika u mir isch es aber nid so rächt wohl gsi, trotz däm wunderschöne Sandstrand und em Bilderbuechwätter. Glich hei mis üs druf aber gsädlet u probiert, üs z’entspanne…

Kleines Intermezzo: Myrrhe Junky

Öppe 10 Minute speter isch es de aber so cho, wie mir befürchtet hei. Der Anker vom Boot het uf däm Bode nid rächt ghebt, ds Boot isch langsam aber stetig dervo tribe, furt und ewägg vom Strand. Erika het das das als erschts gmerkt u het d’Giele alarmiert. Die si de aber durchus nid der Meinig gsi, dass mir es Problem hei: «gwüss tribt das Boot nid schnäll dänne, mir chöis ja de ga reiche, wenn mir d’Höhli gseh hei». U Jonas het no gmeint, är mües o vorhär no es Gschäftli verrichte, so bös wärd das mit däm Böötli nid si…

Wo de aber Reto u Jonas us der Höhli cho si u gseh hei, dass ds Schluchboot z’grächtem furt isch, hei si e Satz gnoh und si druflos gwchwumme. Jonas isch als erschts bim Boot acho: «Ja, dä Anker het nid ghebt, wie söll är das o chönne, wenn är scho mehr als ei Meter über em Grund schwäbt?» So hei si also d’s Boot wider chönne i Bsitz näh und zrügg zum Strand fahre. U so het das Abentür es guets Änd gfunde, aber üs isch der Schrecke doch no we Momänt i de Chnoche ghocket.

Arbatax

Nach der Ufregig isch es wider chli gmüetlicher vora gange. Mir hei mänge schöne Platz entdeckt und sogar es altbekannts Chlätterlager gfunde, unwyt vo der Cala Conone. Nume mit em Alege im Hafe het es nid rächt welle klappe, mir hei nid usegfunde, wo die Plätz si und ob mir die de o dörfe bruuche, ohni dass es e «Parkbuess» git. Ebe, Landratte. Uf der Fahrt zrügg nach Arbatax hei mit de dä schön und erläbnisriich Tag la usklinge.

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