Jodeln und Singen aus Leidenschaft

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Fritz Heiniger

Fritz Heiniger gehört zu den Gründern des Jodlerchörli Eriswil und steht auch nach 50 Jahren noch als Aktiver im Jodlerkreis. Er ist Ehrenmitglied, Veteran und weiss zu erzählen, dass es die Eriswiler Jodler eigentlich schon länger als 50 Jahre gibt.

Fritz, bitte erzähle uns wie Du damals zum Jodlerklub kamst
Ich habe schon 1953 mit ein paar Kameraden gejodelt. Zuvor waren wir Mitglieder im Männerchor. Doch dann erwachte in uns das Interesse für das Jodlerlied und als 1954 die neue Chäshütte eingeweiht wurde, bildeten wir einen Jodlerchor und umrahmten die Einweihungsfeier mit einigen Liedern. Von da an war es eine ausgemachte Sache, dass wir dem Jodlerlied treu bleiben.

Und warum bist Du heute immer noch dabei?
Die Freude am Singen und Jodeln und wegen der Kameradschaft. Vor allem die Kameradschaft ist für mich wichtig.

Was war in den ersten Jahren des Chörli anders als heute?
Nach der Probe klopften wir im Wirtshaus noch einen Jass. Das gibt es heute nicht mehr. Und natürlich ging ich damals gerne weg und hatte nichts dagegen, wenn es nach der Probe etwas später wurde…

Gibt es ein spezielles Ereignis aus der Gründerzeit, an das Du Dich immer wieder erinnerst?
Da gibt es viel zu erzählen. Als wir uns zur Gründung des Chörli versammelten, fand jemand einen Zweierbatzen (20 Rappen) am Boden, diese Münze wurde natürlich sofort zum Grundstock der Vereinskasse erklärt. Auch die erste Teilnahme an einem kantonalbernischen Jodlerfest ist unvergesslich. Auf der Rückreise wurden wir auf dem Brünig von einem Unwetter überrascht. In einem Wirtshaus tranken wir einen Kaffee und warteten, bis das Wetter sich beruhigt.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft des Jodlerchörlis?
Dasselbe, was sich wohl alle Mitglieder wünschen: dass wir junge Mitglieder finden, die mitmachen und sich für das Jodlerwesen einsetzen. Das die Kameradschaft und der gute Geist in unserem Klub erhalten bleiben und dass das Jodlerchörli weiterbestehen wird.

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