Schreiben mit der Suchmaschine

„Google Office“ heisst die von Google vor kurzem freigegebene Applikationssammlung, die aus einer Textverarbeitung und einer Tabellenkalkukation besteht. Neu hinzugekommen ist eine zentrale Seite, auf der alle Dokumente beider Anwendungen angezeigt und bearbeitet werden können. Auf einen Blick erfährt der Benutzer zudem, wer die einzelnen Dokumente lesen oder verändern kann und wann, bzw. von wem die letzte Aenderung vorgenommen wurde. Über ein Kontextmenu kann jedes Dokument schnell und einfach überarbeitet und publiziert werden. Blogger können sich freuen: Google bietet eine umfangreiche Exportfunktion um Dokumente auf einem Weblog zu veröffentlichen.

Ein Blick in den Texteditor zeigt zudem, dass Google in den vergangenen Wochen den Funktionsumfang erweitert hat. So gibt es nun einen Dialog zum Suchen und Ersetzen, sowie eine Funktion zum Zählen der Worte. Wenig neues gibt es hingegen bei der Formatierung des Textes, hier muss der Anwender sich weiterhin auf das allernotwendigste beschränken: Es gibt kaum Funktionen zum Formatieren eines Absatzes, keinen Blocksatz, keine Möglichkeit zum Setzen von Tabulatoren (ok, das sei veraltet, habe ich mir sagen lassen) und das Seitenlayout muss im Druckerdialog des Browsers vorgenommen werden.

Da mein Heim-PC mittlerweile 6 Jahre alt ist, nur 128 MB RAM hat und deswegen beim Start von OpenOffice an die Grenze der Belastbarkeit gelangt, habe ich einen kurzen Brief mit der Google-Textverarbeitung erstellt. Es klappte alles klaglos und die wenigen Formatierungen machten auch keine Probleme. Am anderne Morgen öffnete ich das Dokument im Büro, passte im Druckerdialog des Browsers die Seitenränder an und sandte den Text an den Drucker. Nun, das Ergebnis ist nicht dasselbe wie bei einer „richtigen“ Textverarbeitung wie OpenOffice, aber es genügt.

Die Textverarbeitung ist übrigens nicht vollumfänglich in JavaScript („AJAX“) progammiert, sondern basiert auf einem internen HTML-Editor, den Mozilla Browser und der IE zur Verfügung stellen. Dies erklärt auch, weshalb Opera Anwender statt der gewünschten Seite nur einen Hinweis sehen, ihr Browser sei nicht kompatibel.

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