Gottesdienst auf dem Stanserhorn

Bei schönstem Wetter wurde auf dem Stanserhorn Maria Himmelfahrt mit einem durch Pfarrer Gerold Beck zelebrierten Gottesdienst gefeiert. An der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligte sich die Jodlermessgruppe Bern und das Alphorntrio Steiweid. Umrahmt von der schönsten Alpenwelt begann Pfarrer Beck die Andacht spontan mit den Worten «Herrgott, wie hesch Du d’Wält schön gmacht!» Die Lieder des aus rund 25 Jodlerinnen und Jodlern bestehenden Chors waren sorgfältig ausgewählt, fügten sich nahtlos in den Ablauf des Gottesdienstes und erzeugten an dem schönen Spätsommermorgen eine besondere und feierliche Atmosphäre. Dass die Jodler sich auf diesen Morgen gut vorbereitet hatten, war hörbar. Die Liedteile wurden gepflegt vorgetragen und mit schönen Melodiebögen gestaltet, der Jodel erklang hell und klar.


Mitglieder der Jodlermessgruppe Bern in Aktion

Umrahmt wurde der Gottesdienst auch vom Alphorntrio Steiweid, das mit zur Kulisse passenden Klängen auf den Gottesdienst einstimmte und auch während der Andacht mehrmals zu hören war. Zu Beginn hatte die drei Bläser offensichtlich Mühe mit der Höhenluft, fanden sich dann aber rasch und erfreuten die Zuhörer mit urchigen Alphornmelodien.

In seiner Predigt rief Pfarrer forderte Pfarrer Beck, dass wir uns wieder mehr in unsere eigene Kultur vertiefen; und damit auch in unsere eigene Religion. Was aber ist der Kern der christlichen Religion? Es ist die Annahme des Opfers, das Gott durch seinen Sohn Jesus Christus vollbracht hat, um uns Menschen zu erlösen. Es ist der von Jesus vorgelebte Weg, der zum Eingang in das Reich Gottes führt. Wie aber können wir uns das Reich Gottes vorstellen? Wir können es gar nicht, antwortet Pfarrer Beck, weil unsere Vorstellungskraft nicht ausreicht, es zu erfassen. Und kein Mensch Gottes hat das Reich Gottes gesehen. Aber Gott liebt die Menschen und hat für jeden, der an ihn glaubt, einen Platz in seinem ewigen Reich bereitet.

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2 Gedanken zu „Gottesdienst auf dem Stanserhorn

  1. Sam

    Und dennoch ist es laut Jesus näher, als wir oft meinen. Mitten unter uns ist das Reich Gottes, nicht erst in der Zukunft: JETZT! Sehr interessantes Thema (und interessant, wie verdreht und kompliziert wir es uns oft vorzustellen versuchen).

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