Herbscht

Ganz still, liecht u frei zieh d Wulche am blaue Himmel verby. E milde Herbschtluft laht die erschte gälbe u rote Bletter a de Böim la raschle, ds Wasser vor guete alte Ämme glitzeret silbrig i der Herbschtsunne. Warm u hiub schynt si am Himmel zwüsche de wysse Wulche, itz wärs doch grad so schön zum derby si, zum die guldige Sunnestrahle im Gsicht z’spüre. Aber der Herbscht wott doch sys Rächt ha, wott si Platz zwüschem heitere Summer und em wysse Winter.

U denn, ganz plötzlich, löst sich eis Blatt vom Boum u schwäbt lislig der Ärde zue. Der Wind trybt u wirblet das farbige Blettli vor de Böim im Herbschtgwand u vor de grüene Tanne hin u här. Mänge Kreis zieht itz das fläckige Herbschtblatt u tanzt unger em Himmel luschtig u froh, wie es verliebts Päärli am Tanzsunntig. U denn erreicht es doch der sunnewarm Waldbode am Ufer vor Ämme. Hier blibt es lige, wo ds Ruusche vor Ämme z’ghöre isch, wo d Sunnestrahle dür ds Bletterdache vo de Böim schyne u flirze. Hie, wo d Steine ir Ämme glänze u am Horizont der erscht Schnee uf em Hogant z0gseh isch.

Ds Blatt blibt aber doch einisch lige u chunt zur Rueh. Aber denn, ganz plötzlich, chund der Wind zrügg u nimmt das chlyne Stück Herbschtloub no einisch uf, wirblets uf u dervo. Es isch grad so, als ob är no einischt sys Schpil möcht ha, immer höcher wyter trybt das Blatt im Wind dervo, so höch, dass es d Wipfle vo de Böim fascht ereicht. U vo dert trybt u kreislet es d Ämme ab, treit vo mängem früsche u styffe Luftwirbel. Immer wyter u wyter furt, bis es nümme z’gseh isch.

Wo wott das Herbschtblatt ächt hi? Gwüss furt, derthäre, wones o d Schwälbeli hizieht, derthäre, wo d Sunnne immer schynt, a d Wermi im Süde. D Ämme ruschet u plätscheret derwyle wyter. Grad so, als ob si eett säge: i blybe lieber hie, i mim Ämmital. O wenns gli chalt wird, schneit u d Ischzäpfe a de Böim u Dachtroufine hange. Hier isch mis Deheim.

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