«I bi im Trueb deheime…»

Trub

CD «Dert änet em Bärgli im Trueb»
Bild: trub2013.ch

Trub – wieviele Assoziationen weckt doch der Name des heimeligen Dorfes ganz am oberen Ende des Emmentales? Da ist das zauberhafte und unverwechselbare grüne Berg- und Hügelland, in dem das Dorf eingebettet liegt. Da ist ferner die reiche Geschichte des Ortes, an dessen geschichtlicher Wiege ein Benediktinerklosters steht, das dem Dorf auch den Namen gab. Da sind ferner auch die Erinnerungen an bekannte Schweizer Filme wie die «Herbstzeitlose» oder der »Verdingbub» die im malerischen Dorf eine eindrückliche Kulisse fanden. Und da sind endlich die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Lieder, die in Trub beheimatet sind. Das bekannteste von ihnen, der « Trueber Bueb», wird in allen Teilen der Schweiz gerne gesungen und diente als Filmmusik eines bekannten Schweizer Heimatfilmes von Franz Schnyder: Die sechs Kummerbuben.

Dass es neben dem beliebten «Trueberbueb» auch ein «Truebermeitschi» gibt, ist indes weniger bekannt. Zu unrecht, zumal dieses schöne und feinsinnige Lied dank dem Jodlerchor Trub die Zuhörer immer wieder berührt und mehr Beachtung verdient.
Wer kennt es nicht, das wunderschöne Meitschi wie frische Rosen im Schnee? Das dritte Lied im Bunde ist ein fröhliches und beschwingtes Volkslied mit Jodel, das von einem jungen Burschen erzählt, der sich in ein Trueber Meitschi verliebt. Bald werden die ersten Müntschi ausgetauscht und dass der Pfarrer dies nicht zu wissen braucht, versteht sich von selbst!

Erstmals gibt nun einen Tonträger der alle drei Lieder enthält. Realisiert hat sie die Gemeinde Trub zusammen mit den Ortsvereinen. Natürlich gibt es auf dem schön gestalteten Tonträger noch einiges mehr zu hören, etwa der blastechnische anspruchsvolle Geissenreihen, vorgetragen vom Alphorntrio Trub. Oder der Truber Marsch, den das Schwyzerörgelitrio Gränzelos rasant und schmissig intoniert. Oder das bekannte Berner Volkslied «D Bärnertracht». Eine Bassgeige begleitet das Frauenchörli Kröschenbrunnen beim erlebten Vortrag dieses alten Volksliedes. Der Jodlerklub Trub, der zwei der Trueber Lieder singt, hat noch einen weiteren Leckerbissen einstudiert: «es schöns Deheim» von Ueli Moor: «Der schönschti Ort für üs uf Ärde isch hie wo mir deheime si.» Das Paradies auf Erden, die urchigen Männer und Frauen des Jodlerklubs braucht man nicht zu fragen, wo dieser Ort liegt…

Die CD enthält insgesamt 17 Titel, dazu gehören Lesungen von Annalies Wüthrich. Die bekannte Jodlerin liest zwei Kurzeschichten vom Fankhauser Schulmeister Karl Uetz.
Der Gemeinde Trub ist mit der Produktion dieser Musik-CD ein authentisches und unverfälschtes Kunstwerk gelungen. Alte Volks- und Jodellieder leben in neuer Frische auf und lüften in der Inspiration des Zuhörers für einen Moment den Schleier, der auf vergangene Zeiten, aber auch auf tiefe menschliche Empfindungen blickt lässt: auf übermütige Jugenderlebnisse, auf den Moment des ersten Verliebtseins und auf die Gewissheit, eine Heimat zu haben, zu der wir immer zurückkehren können.

Die CD kann auf der der Seite der Truber Festwoche 2013. bezogen werden. Dort hat es sogar ein paar Hörbeispiele. Später wird der Tonträger auch von der Einwohnergemeinde Trub zum Verkauf angeboten.

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