Linux Tool der Woche: Xsnow

Weihnachten steht vor der Tür. Was liegt also näher, als die Gelegenheit zu nutzen und den Desktop für die besinnlichen Tage weihnachtlich zu gestalten. Deshalb widmet sich dieser Beitrag der LTW Rubrik der Frage, wie mit Linux eine weihnachtliche Atmosphäre auf den Bildschirm gezaubert werden kann. Als erstes bestimmt mit einem Bildschirmhintergrund: eine verschneite Winterlandschaft, Tannen, Häuser mit Licht in den Fenstern, usw. Schöne und passende Hintergründe zum Thema sind mit der Google Bildersuche schnell gefunden, zum Beispiel hier oder hier. Ist der passende «Wallpaper» ausgewählt, kann er heruntergeladen und mit dem Konfigurationstool der verwendeten Desktopumgebung installiert werden. Bei GNOME wird dazu das Control Center verwendet. Wer mit einem schlichten Windowmanager wie Openbox oder Fluxbox arbeitet, kann hsetroot oder esetroot verwenden.

Nun aber zum eigentlichen Tool: Xsnow. Wie mehrere vorgestellte Utilities hat auch Xsnow eine lange Geschichte die bis in das Jahr 1984 zurückreicht. Begonnen hat alles mit einer virtuellen Weihnachtsgrusskarte für den Macintosh. Dargestellt wurden auf der Karte grüne Tannen, ein rot gekleideter St. Nikolaus auf dem Schlitten und fliegende Schneeflocken. Später wurde die Idee auf UNIX/X-Windows portiert. Hier konnte das Programm aber im Hintegrund gestartet werden und die weihnachtliche Szene wurde direkt auf den Bildschirm proiziert. Santa fliegt mit seinen Renntieren über den Hintergrund des Desktop und die fallenden Schneeflocken bleiben auf den Fenster liegen. Wie bei UNIX gewohnt kennt Xsnow eine Myriade an Optionen – fast alles kann eingestellt werden: Die Anzahl der Scheeflocken, die Farbe des Hintergrunds, die Windstärke und die Geschwindigkeit des Schlittens. Der Manpage ist zu entnehmen, dass mit dem folgenden Kommando St. Nikolaus mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist:

xsnow -santa 2 -santaspeed 10

Manchem mag das Utility etwas antiquiert erscheinen, in det Tat bieten Composite Window Manager wie Compiz Effekte, die wesentlich spektakulärer sind. Sie benötigen aber auch mehr Ressourcen und funktionieren nicht mit allen Grafikkarten. Xsnow stellt dagegen bescheidene Anforderungen. Es funktioniert grundsätzlich mit jeder Grafikkarte und mit jedem Window Manager unter UNIX/Linux. Auf meinem Desktop läuft es mit folgenden Parametern:

xsnow -snowflakes 250 -santa 2 -nowind -notrees

Xsnow Desktop

Xsnow in Aktion

Damit sind im Mittel 250 Schneeflocken auf dem Bildschirm zu sehen, St. Nikolaus wird in der grössten Darstellung angezeigt, auf den Schneesturm wird verzichtet und auch Tannen werden keine gezeichnet, da diese bereits auf dem Wallpaper zu sehen sind. Ich verwende im Beispiel dazu ein Foto von der winterlichen Schrattenfluh im Emmental.

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