Umpflanzaktion

In den Blumenkästen zur Strasse wuchsen in den vergangenen fünf Jahren sechs Säulenthujas und noch einmal soviele Buchsbäumchen heran. Die ersten Jahre ging das gut; doch dann kamen die Probleme: In den Kästen wurde es zunehmend eng und die Thujas wuchsen flink in die Höhe. Bald wurden sie mehr als einen Meter hoch und versperrten die Aussicht beim Wegfahren vom Hausplatz auf die Luzernstrasse. Was also tun mit den Thujas? Genau, versteigern auf Ricardo.ch! Ich habe die schönen Bäume also zu einem günstigen Preis auf Ricardo eingestellt. Und siehe da, nach wenigen Tagen meldete sich ein Käufer. Er will die Thujas für sein neues Eigenheim in Dübendorf. Dort sollen sie für eine natürliche Abtrennung zum Nachbarhaus verwendet werden.

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Säulenthujas im Blumenkasten

Bewaffnet mit Stechschaufel, Hacke und Handspaten kam der neue Besitzer heute Morgen vorbei und wir begannen, die Thujas freizulegen. Das war aber leichter gesagt als getan, denn die Bäume waren sehr eng ineinander verwurzelt und liessen sich nur mit viel Mühe freilegen. Dass es plötzlich anfing, in Strömen zu regnen, machte die Sache auch nicht einfacher.
Mit einer etwas unorthodoxen Methode kamen wir dann aber doch an’s Ziel: Mit Fredi’s Gabelstapler wurden die Bäume mitsamt Wurzelballen aus dem Kasten gehoben und dann mit dem Spaten voneinander getrennt. In weniger als einer halebn Stunde waren die Thujas verladen.

Nun waren die Thujas also weg und die Buchsli standen vor den leeren Blumenkästen? Was geschieht nun mit ihnen? Zurück in die Kästen schien mir keine passende Lösung; die immergrünen Pflanzen haben ja auch schon eine gewisse Grösse erreicht und die Tortur mit dem Ausgraben sollen sie nicht noch einmal durchstehen müssen! Also noch einmal Spaten und Schaufel holen und hinter dem Haus sechs Löcher graben. Dort bilden die Buchsli nun einen hübschen Abschluss zum March und können wieder wachsen, zweigen und wurzeln, ohne in einem Steinkasten eingezwängt zu sein.

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