Suchmaschinen-Spamming

Eine neue Unsitte macht sich breit im Internet: Das Suchmaschinen-Spamming, auch Index-Spamming genannt. Dabei werden verschiedene Techniken eingesetzt, um die Gewichtung einzelner Webseiten bei Suchmaschinen zu verbessern. Zugegeben, das Phänomen ist nicht neu, hat aber in den vergangenen Wochen und Monaten ein Ausmass angenommen, welches besorgniserregend ist. Auf einem einzigen Formular einer meiner Webseiten habe ich in der vergangenen Woche mehr als 50 Spam-Posts registriert. Die Posts blieben zwar ohne Folgen, weil das Formular die eingehenden Daten prüft. Dennoch: Die Dreistigkeit, mit welcher die Spammer zu Werke gehen, ist ein Ärgernis.

Einmal mehr gibt es Leute, die glauben, das Internet sei ein rechtsfreier Raum. Nach Belieben werden Formulare, Gästebücher und Weblogs mit unsäglichem Müll aller Art beliefert. Dabei wird keinerlei Rücksicht genommen. Die Verantwortlichen nehmen Schäden der Betroffenen in Kauf und es bekümmert sie wenig, dass ihr Treiben absolut unerwünscht und – je nach Region – auch illegal ist. Mehr noch: die verwendeten «Roboter» werden immer besser und können einfachere Sicherheitsmechanismen umgehen. Es sind bereits Webseiten erfolgreich bespammt worden, die durch Captchas und andere Techniken gesichert waren.

Und was wollen die Urheber? Ihr Ziel ist es, Suchmaschinen-Indexe zu manipulieren. Sucht ein Anwender mit Stichworten nach einer Information, bekommt er in der Trefferliste nicht die gewünschten Angebote, sondern die Betrügereien der Spammer angezeigt. Es versteht sich von selbst, dass diese nichts mit dem Gesuchten zu tun haben. Spammer haben grundsätzlich nichts zu offerieren. Sie wollen lediglich Geld, ohne dafür etwas leisten zu müssen. Deshalb ist es die erste Regel, niemals von einem solch zweifelhaften Angebot Gebrauch zu machen.

Wie kann dem Unwesen begegnet werden? Am einfachsten dadurch, dass alle Web-Formulare mit Funktionen ausgestattet werden, die das Ausfüllen des Formulares durch ein Programm verhindern. Eines der effizientesten Verfahren ist das Captcha. Dies ist ein zufällig generiertes aus Buchstaben und Zahlen bestehendes und in einer Grafik dargestelltes Wort, das der Anwender eingeben muss, bevor das Formular entgegengenommen wird. Weil das Captcha nur vom menschlichen Auge erkannt werden kann, bleiben SPAM-Roboter aussen vor.

Leider haben Captchas auch einen Nachteil: Sie erschweren das Ausfüllen eines Formulares. Aber genau das ist es, was ich eigentlich verhindern wollte: wer ein Formular ausfüllen will, soll dies möglichst einfach und ohne Hürden tun können. Deshalb verzichte ich vorderhand auf Captchas. Alle wichtigen Formulare wurden deshalb mit einem anderen Verfahren geschützt: Der Text des Formulares wird auf gängige SPAM-Begriffe hin untersucht und es werden einige weitere Tests am Text vorgenommen.

Diese Absicherung hat nicht dieselbe Effizienz wie ein Captcha. Aber immerhin wird der grösste Teil der SPAM’s abgeblockt. Der Rest wird von Hand eliminiert.

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