Unterwegs mit dem iPod Shuffle

Eigentlich höre ich Musik nicht gerne mit einem Kopfhörer, ich fühle mich dabei isoliert, vom Geschehen um mich herum irgendwie abgetrennt. Wenn in unserem Umkreis etwas geschieht, nehmen wir davon meistens zuerst mit unserem Gehör Notiz. Trotzdem wollte ich nun auch einmal so einen MP3 Player ausprobieren. Dies sind bekanntlich diese kleinen Geräte, auf denen Musikstücke in digitaler Form gespeichert werden können. Das praktische daran: Auch auf einen kleinen MP3 Player passen Musiktitel für mehrere Stunden, die dann unterwegs beliebig ausgewählt und abgespielt werden können, gerade so als hätte man ein ganzes Regal mit CD’s dabei.

Mist
Machte Probleme Der MPMAN FUB26

Da er nicht viel kostet aber trotzdem bis zu drei Stunden Musik fasst, kaufte ich einen MPMAN (FUB26) Player. Er ist etwas grösser als ein Feuerzeug und in verschiedenen Farben und Ausführungen zu haben. Bald aber musste ich feststellen, dass ich da wohl einen Fehlgriff getan hatte. Die Bedienelemente wackelten und waren unzuverlässig, das Display trotz Hintergrundbeleuchtung kaum lesbar und das „Handbuch“ schlecht übersetzt und unverständlich. Schlimmer noch: Nach dem speichern der ersten Titel frohr das Ding plötzlich ein und reagierte erst wieder, als ich die Batterie entfernte. Der MPMAN braucht also eine Batterie, er hat keinen Akku! Und weiter: Als ich das Ding dann endlich soweit hatte, dass es ein Stück abspielte, stürzte es auch schon im nächsten Moment wieder ab! Es folgte das schon bekannte Spiel: Batterie raus, Batterie rein und wieder ein Absturz. Bald setzte sich die Erkenntnis durch: Das Ding ist kaputt! Also zurück zum Verkäufer. Dieser war auch so freundlich und tauschte den MPMAN gegen einen Gutschein, denn ich wollte kein anderes MPMAN Modell mehr haben!

Jetzt probiere ich es mit einem iPod Shuffle von Apple. Dieser ist in bezug auf Leistung und Preis etwa gleich wie der MPMAN, hinterlässt aber trotzdem ein völlig anderes Bild: Schon die Verpackung ist das gelungene Werk von Designern, das Handbuch ist sauber strukturiert, übersichtlich und in leicht verständlicher deutscher Sprache. Praktisch: Das Format des Manuals entspricht genau der Grösse einer CD-ROM.

Der iPod kommt in einem sehr gefälligen und ergonomischen Format daher, alle Bedienelemente sind in einem Ring zusammengefasst, damit der ganz in weiss gehaltene iPod bequem und ohne hinzusehen mit einer Hand bedient werden kann. beim MPMAN ist dies schlicht nicht möglich! Die Grösse des iPod lehnt sich an das Kreditkartenformat an: 85x25x7mm. Musikstücke können nicht einfach im MP3 oder Ogg Vorbis Format auf den iPod kopiert werden, es sei denn, er soll nur als Memory Stick verwendet werden. Vielmehr muss die Musik mit Apples iTunes installiert werden, welches wesentlich mehr bietet, als das einfache kopieren von Musiktiteln. Mit iTunes können beispielsweise Titel onlike gekauft oder Radiosendungen abonniert werden. Wer wie ich mit Linux arbeitet, kann gnupod oder gtkpod verwenden, da es noch keine Linux Version von iTunes gibt.

Also los: iPod einstecken, /dev/sda1 mounten und mit gnupod_addsong die gewünschten Titel kopieren. Am Schluss mktunes nicht vergessen, denn sonst weigert sich der iPod auch nur ein Stück abzuspielen! Dann den iPod wieder aus dem USB-Slot nehmen, auf der Rückseite den Abspielmodus bestimmen (Auswahl der Reihe nach oder zufällig) und über die gute Tonqualität staunen! Für den USB Stecker gibt zwei Abdeckteile: Eines ist mir einer Schnur aus Textil ausgestattet, so dass der iPod um den Hals gehängt werden kann. Auch dies ist besser gelöst als beim MPMAN, denn dort muss das Gerät am Kopfhörer befestigt werden.

Alle Neun!
Der Zufall wollte es, dass gerade an dem Tag, an dem ich den iPod kaufte, BBC Radio alle neun Symphonien von Ludwig van Beethoven zum kostenlosen Download anbot. Das sind ca. acht Stunden Musik, die der iPod mit 512 MB RAM gut fassen kann.

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