Unserer Alpaka Stute Finnja ging es gar nicht gut! Beim Zurückschneiden der Klauen legte sie sich auf den Boden und wollte nicht mehr austehen, ihr erst zwei Wochen altes Fohlen Ferry stand daneben und wurde sichtlich nervös – wir natürlich auch! Schnell stellten wir fest, dass sie an Blutarmut litt, die Tierärztin, die rasch kam, nahm eine Blutprobe, die alarmiered war: Finnjas Hämatokritwert lag unter 10, was lebensgefährlich ist. Sie litt an Blutparsiten und bekam auch auf dem Platz eine Blutspende von einer anderen Alpaka Stute.
Und damit begann das Hoffen und Bangen. Denn weiter konnten wir im Moment nicht tun. Wir boten ihr einen warmen Platz im Stall gingen regelmässig vorbei, um mach ihr zu sehen. Und am Abend kam dann die Frage auf: Dürfen wir für Finnja und Ferry beten? Dafür, dass Finnja sich erholt und ihr Cria nicht zum Waisen wird. Und dafür, dass das Veterinärteam im Tierspital Bern die richtigen Entscheide trifft. Und für die Kraft, alles so anzunehmen wie es auf uns zukommt.
Ja, Christen dürfen für Tiere beten, sie sollen es sogar in der Sorge um ein Tier. Wer für ein Tier betet, setzt sich ein für das Bewahren göttlicher Schöpfung. Unf die Antwort eines Christen auf die Liebe Gottes besteht gerade darin, diese Liebe und Fürsorge weiterzugeben. Für Menschen wie auch Tiere!
